Man geht ab, das ist FACT…

Mai 8, 2009 at 8:49 pm (Music) (, , , , , , , )

Nach mehreren Jahren hat es eine japanische Band wieder geschafft, bei einem amerikanischen Label einzusteigen.

Und jetzt, nach mehreren Monaten Wartezeit, steht endlich ihr US-Debutalbum in den Läden. die Rede ist von FACT, dessen erste LP nicht viel anders heißt: FACT

Bei FACT handelt es sich nicht um eine kleine Pop– Rockgruppe, die Jungs mögen es härter und haben dies schon in der Vergangenheit mit Songs wie „REBORN„, oder „Resident in my room“ bewiesen. Vor einer Weile sind sie dann dem Vagrant Label einverleibt worden und kurz darauf erschien mit „A Fact Of Life“ auch die erste Single samt Promotion Video.

Der Song wurde von den meisten sehr positiv aufgenommen und weckte bei allen den Durst nach mehr. Da die Band schon länger ihre Runden durchs Netz zieht, gab es auch schon zuvor viele Fans, die nun zusammen mit den neuen Freunden der (laut ihrem offiziellen Myspace) Alternative Band auf das kommende Album warteten und danach lechzten mehr der aufstreben Gruppe zu hören.

Am 14. April war’s dann endlich soweit und die langerwartete Scheibe kam in die Läden. Wer sich jetzt wundert, wieso das Review dazu erst jetzt kommt: Ich häng etwas hinterher und hatte gehofft die Platte bei einem Gewinnspiel zu ergattern, weshalb ich auf den Kauf bis zum letzten Wochenende verzichtet hatte… Allerdings entpuppte sich das Gewinnspiel als Spaßbremse und so griff ich doch auf einen direkten Kauf zurück.

Also erstmal die letzten Tage das Album in den Loop gepackt und auf Dauerbeschallung gestellt. Schön laut aufgedreht beginnt dann auch schon „Paradox“ mit elektronischen Klängen und wandelt sich dann in eine hämmerndes Growl-Rock-Introstück. Bereits mit diesem Intro hat mich das Album irgendwie überzeugt, ich dreh die Musik also noch ein wenig mehr auf, nerv die Nachbarn und tu meinen Ohren einen Gefallen.

Gegen Ende rutscht das Stück wieder in den zu Beginn angeklungenen Elektrobeat und kommt mit einer durch Synthesizer verstärkten Stimme daher.

Gleich drauf kommt mit „Los Angels“ enie gute Rocknummer, welche die Band bereits vorab auf diversen Seiten als Preview vorgestellt hat.

Für den Einstieg ja schon mal gar nicht schlecht, was man in den ersten  Tracks zu hören bekommt. Der Gesang ist nett, ab und zu wird gegrowlt, der Drummer ist in seinem Element und die Gitarren spielen wunderbar mit.

Es folgt „A Fact Of Life„, bei dem ich mir einmal dachte, ich lasse am besten das Video sprechen, welches auch zeigt, wie schön die 5 abgehen:

Nach einem kurzen, aber nichtsdestoweniger harten Intermezzo namens „Chain„, folgt der erste alte Song, der es noch einmal im neueren Gewand aufs Album geschafft hat: „Reborn

Zusammen mit „Stretch My Arms“ wurde der Song bereits vor einiger Zeit als sogenannter „Rough Mix“ veröffentlicht und ist jetzt auf dem Album zu finden. Die Rough Mix Versionen zeichnen sich vor allem durch sauberere Gitarrensounds – und generell ein besserer Klang – aus und sind es auf jeden Fall wert gehört zu hören (was ja jetzt durch das Album möglich ist)

Die erste Hälfte des Albums spielt vor allem mit Growlparts und normalen Vocals und macht ordentlich Spaß. Mit „Lights of Vein“ wird dann damit begonnen, noch mehr Abwechslung auf den Tonträger zu zaubern und auch melodischere Songs (weniger Growl/Screamo, mehr in Richtung Rock) erreichen das Ohr, außerdem ist mit „Merry Christmas Mr. Lawrence“ auch noch ein Coversong von Ryuichi Sakamoto zu finden.

Danach geht es dann aber auch direkt weiter und man könnte daheim beinahe anfangen ordentlich zu headbangen und abzugehen. Harte Gitarrenriffs, wundervolle Drumbeats und der Gesang passen perfekt zusammen und ergeben eine gern gehörte Scheibe.

Mit „45days“ ist sogar für die eher ruhigeren unter uns, oder aber für die Schunkler etwas auf dem Album. Aber auch hier passen Gitarren und Hiros Stimme sehr gut zusammen. Ab der Hälfte wandelt sich das dahinwabernde Lied aber wiederum in eine Rocknummer, welche aber an nichts verliert und noch immer gut klingt.

FACT - Cover des US-Debutalbum

FACT

Alles in allem lässt sich FACT nichts nehmen und bietet mit ihrem US-Debutalbum eine gelungene Alternative-Scheibe, die mit harten Parts aber auch ab und zu einem ruhigen Moment aufwarten kann, das ganze ist hübsch verpackt mit einem guten Sänger, zwei Gitarissten, die wissen was sie da spielen und das auch zeigen und einem Drummer der mich sowieso schon seit Jahren begeistert, eben weil er die schnelleren und härteren Songs durch seine Schlagzeugkünste abrundet.

Im Gegensatz zu früher, haben FACT nun allerdings einen eher rockigeren Charakter, während auf den älteren Alben noch krasser abgegangen wurde, hat man hier schon eher ruhigere Saiten aufgezogen, nichtsdestotrotz ist es seine 7,-$ sicherlich wert, zumal noch ein „A Fact Of Life“-Remix, der (mehr oder weniger) bekannten BOOM BOOM SATELLITES dabei ist.

Wer sich noch nicht sicher ist, kann sich auf ihrem Myspace ja mal ein paar Previews anhören und dann entscheiden, ob er zugreift. Im Vergleich zum zuletzt besprochenen „IN PHYSICAL“ von Ken, wird FACT wohl auch im gutsortierten deutschen Plattenladen zu finden sein (zumindest zeichnet sich Vagrant als Label in US, UK und EU verantwortlich)

vsan

1 Kommentar

  1. Man geht ab, das ist FACT… said,

    […] Original post by vsan […]

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