Der Wahnsinn kommt nach München – Fall Out Boy in der Tonhalle 2009

März 20, 2009 at 3:27 pm (in concert, Music) (, , , , , , , )

Nach dem Release ihres Albums „Folie à Deux“ (ich berichtete), begaben sich vier Herren mittleren Alters auf große Welttournee. Live dabei natürlich einige Freunde meinerseits und Ich persönlich. Allerdings nur in München. Im nächsten Absatz gibt’s eine kleine Review zum Konzert. Wer also noch eines der nächsten Konzerte (heute: Köln, dann irgendwann die Tage noch Berlin etc.) besucht und einen kleinen Vorgeschmack möchte, sollte weiter lesen… Alle anderen auch.

Am Abend des 18.03. war der Eingang zur Tonhalle recht verstopft, die Security hatte zu Beginn, wie bei jedem anderen Gig auch, ein wenig mehr zu tun und ich wunderte mich erst, da ich von der Tonhalle bisher noch nie etwas vernommen hatte, für wie viele Personen sie wohl ausgelegt sei.

Das Wundern hielt allerdings nicht lange an, denn der Bau sieht von außen lustigerweise irgendwie wirklich kleiner aus, als er von innen dann ist. Platz gab es genug, gedrängelt wurde nur am Merchandise, der Bar und letztendlich dann auch nach Beginn des Konzerts in der Mitte der Halle in der rege Beteiligung herrschte in Form von Pogo und Mosh-Pit.

Bevor ich zum eigentlichen Event, den Auftritt FOBs, komme, hatten wir aber die Ehre noch zwei Vorbands zu hören, welche sich hier nicht nur Erwähnung verdient, sondern am Mittwochabend einen wesentlichen Teil zur Stimmung beigetragen haben. Fall Out Boy haben sich für verrückt erklärt und uns direkt aus Schweden die beiden Bands Kid Down, welche als erstes auftraten und im Anschluss The Sounds geliefert.

Kid Down (via Last.fm)

Kid Down (via Last.fm)

Während ich von Kid Down leider nur ungefähr die Hälfte des Sets mitbekommen hatte (Ich war vor der Halle meiner Nikotinsucht frönen:\), war ich doch recht positiv überrascht. Die Songs waren (soweit ich das beurteilen kann) alle recht gut und kamen bei den meisten Anwesenden auch recht positiv rüber. Einzig und allein das leicht verplant anmutende Verhalten war mir etwas suspekt und wirkte auf mich ein wenig so, als würde die Technik noch nicht ganz mitspielen. Das Mikro des Gitarristen (im Bild links) war ein wenig zu leise, weshalb ich ihn teilweise eher dadurch vernahm, dass ich einigermaßen vor ihm stand. An und für sich boten die vier Schweden aber eine angenehme Show.

The Sounds (via Last.fm)

The Sounds (via Last.fm)

Diese Show ging nach einer kleinen Umbaupause in die von The Sounds über. The Sounds sind den ein oder anderen eventuell schon bekannter als Kid Down. Mir beispielsweise… allerdings wusste ich bis vorgestern auch nicht, dass ich Songs von ihnen kannte…

Markant, wie ich finde,vor allem die Stimme der Sängerin Maja, welche den Songs immer eine gewisse Note verleiht, wie man beispielsweise in „Queen Of Apology“ hören kann. Mit Songs wie „Tony the beat„, „No one sleeps when I awake“ und „Ego“ hatten sie mich dann auch auf ihre Seite gezogen und brachten die Menge auch nochmal ein ganzes Stück mehr zum mitwippen und tanzen, als es Kid Down vermochten zu schaffen.

Fall Out Boy (via)

Patrick Stump (via)

Mit einer weitere Zigarette (weil nochmal Pause) ging die unglückliche Einnahme meines Standplatzes wieder los: Ich befand mich recht weit links der Bühne, beinahe hinter einer Säule. Da ich aber eh vorhatte, beim Beginn des wirklichen Konzerts des Abends, mich weiter in die Mitte vor zu drängeln, war das kein großes Problem.

Nach kurzer Stehpause gings dann auch direkt los: „Disloyal Order of Water Buffaloes“ startete das Set und ist Live noch ein geileres Intro als auf dem Album. Andy an den Drums wurde noch von zwei weiteren Trommlern unterstützt (Irgendwer neben mir meinte irgendetwas von Inflames, falls jemand genauere Infos dazu hat, bitte immer her damit, denn ich hab dazu nicht wirklich was finden können) und dann ging es auch schon direkt ab. Ich würd sagen die Hälfte, bis Dreiviertel, des Mittelfelds der Halle war am Moshen/Pogen beteiligt, womit ich bei FOB anfangs (in diesem Ausmaß) gar nicht gerechnet hatte.

Pete Wentz (via)

Pete Wentz (via)

Nach zwei weiteren Songs gab sich Pete die Ehre und sprach ein paar Worte mit uns, auch Patrick meldete sich zwischendurch ab und zu zu Wort und auch die Menge wurde oft mit ins Geschehen eingespannt. So durften wir alle „THIS IS FUCKING MUNICH, FALL OUT BOY!“ rufen, nachdem Pete uns darüber aufgeklärt hat, wofür die Kameras das Konzert aufnehmen (Dokumentation.. wer hätte damit gerechnet!).

Neben den Songs vom neuen Album wurden natürlich auch die Klassiker gespielt, wie etwa „Thnks fr th Mmrs„, „Sugar, We’re Going Down“ und vielen weiteren.

Beim grandiosen „America’s Suitehearts“ dachte sich Pete wohl es wäre nett die Menge auch einmal aus einem anderen Blickwinkel, als immer nur von der Bühne zu betrachten und kletterte behände am Gerüst neben der Bühne herum und kam auch unbeschadet auf selbige zurück um weiter Bass zu spielen. Mit solchen Aktionen, mehr oder weniger verrückten, war die Show ein voller Erfolg. Die Menge tobte selbst bei ruhigeren Songs – wie etwa „I‚m Like A Lawyer…“ – und war das gesamte Konzert über motiviert. Alle MCs konnte man allerdings auch nicht ganz verstehen (Pete nuschelte ein wenig, kann’s sein?), allerdings fand ich es irgendwie lustig als Pete plötzlich Werbung für ihre Twitteraccounts machte (direkt mal angeschaut und geaddet :’D), traurig wiederum war, dass ich dadurch zwar überhaupt davon erfahren hatte das es ein Meet & Greet gab, allerdings erst einen Tag NACH dem Gig… Naja… man kann ja nicht immer alles haben…

Wie dem auch sei, das Konzert war genial und mehr als gut. Ich werde mir wohl beim nächsten Auftritt der Band in meiner Nähe wieder eine Karte zulegen und mir noch einmal das Vergnügen nehmen, auch wenn ich am Tag drauf mein Abitur schreiben sollt oder etwas vergleichbares, wie meine Geschichtsklausur (welche hoffentlich besser ausfällt, als ich erwarte :\), am darauf folgenden Tag auf mich wartet…

vsan

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