Korruption – Großen Kindern auf die Finger gehauen

Juli 16, 2008 at 9:13 pm (Leben, Schule) (, , , , , , , , , , , , , , , , , , )

Vielleicht wird dieser Beitrag einer derjenigen sein, den die meisten still hinnehmen werden, nicht weiter drüber nachdenken werden, oder vielleicht sogar, wie ich hoffe ein wenig entsetzt sein.

(Es ist ein sehr langer Artikel, drum folgt der Rest nach einem Cut)

Zu erst einmal soll für jeden der Grund dieses Beitrags ersichtlich sein, hierzu einmal die Definition von Korruption laut wikipedia.org:

Korruption (lat corruptus – bestochen) im juristischen Sinn ist der Missbrauch einer Vertrauensstellung in einer Funktion in Verwaltung, Justiz, Wirtschaft, Politik oder auch nichtwirtschaftlichen Vereinigungen oder Organisationen, zum Beispiel auch Stiftungen, um einen materiellen oder immateriellen Vorteil zu erlangen, auf den kein rechtlich begründeter Anspruch besteht. Korruption bezeichnet Bestechung und Bestechlichkeit, Vorteilsannahme und Vorteilsgewährung. Im politischen Sinn ist Korruption nach einer Definition des Politikwissenschaftlers Harold Dwight Lasswell die Verletzung eines allgemeinen Interesses zu Gunsten eines speziellen Vorteils.

Korruption ist so ziemlich überall vertreten, in Deutschland, genauso sehr, wie in Amerika. In der Unterschicht, denke ich, noch mehr als in der Oberschicht, da sich wohl vor allem die Unterschicht leichter korrupieren lässt.

Um das ganze möglichst verständlich für jeden auszudrücken: Korruption ist ganz ganz dolle böse und nur feige, kleine Hühner machen das.

Wer vielleicht Dürrenmatts „Der Besuch der alten Dame“ kennt, wird einigermaßen verstehen, worum es sich bei Korruption handelt, einer Form der Bestechung.

In diesem Buch wird eine Person quasi für vogelfrei erklärt, und soll von seinen Freunden und anderen Mitgliedern seiner Gemeinde/des Dorfes getötet werden, damit diese einen Scheck im Wert von einer Milliarde erhält.

Zuerst weigert sich jeder, ein Mitglied ihrer Gemeinde zu töten, was ja noch sehr löblich ist, doch mit der Zeit ändert die Gier nach Geld die Menschen und macht sie so korrumpierbar, dass sie den Protagonisten letztendlich für die Moneten töten.

Korruption ist letztendlich auch eine Form des Betrugs. In meinen Beitrag geht es weniger um Geld, viel mehr um die rechte und das unrechte Behandeln von Personen.

Ich bitte darum, sich im folgenden im Hinterkopf zu behalten, dass es mir hier nicht um Neid, oder Eifersüchteleien geht. Es geht einfach nur um das Prinzip, welches vielleicht auch in anderen Schule, nicht nur meiner, gebrochen oder wie Dreck behandelt wird.

Man sollte in einem bayrischen Gymnasium eigentlich beste Zustände erwarten. Das angesehenste Abitur Deutschlands, die Elite wird dort gebildet und der ganze Schmarrn den die Welt sich so erzählt.

Dachte ich anfangs auch. Doch was für eine Elite soll das eigentlich sein, wenn nicht die intelligenten, respektive nicht NUR die intelligenten Schüler gefördert werden.

Ich gehöre nicht zu dieser Top-Elite von der gesprochen wird, soviel ist mir klar und soviel soll jedem im Folgenden klar sein. Es geht mir auch gar nicht darum zu dieser sogenannten Elite zu gehören. Zum einen will ich es einfach nicht, zum anderen möchte ich nicht dazu gehören, aus Angst letztendlich genauso korrumpierbar zu sein, wie sie es anscheinend alle schon sind.

Wie bereits erwähnt bin ich wohl eher einer der Durchschnittsschüler des Landes, keine Glanzleistungen in keinem Bereich, aber ich bemühe mich, mein Abitur zu bekommen, mehr oder minder erfolgreich.

Nun hat man, wenn man, leistungstechnisch nicht mit den Schülern seiner Jahrgangsstufe mithalten kann, die Möglichkeit, sich an unserer Schule zurück versetzen zu lassen.

Dies Tat ich in meinem ersten Schuljahr in Bayern in der 10. Klasse aufgrund von Defiziten in Französisch und Mathe. Damals, im Schuljahr 04/05 wurde ich dann zum Halbjahr hin in eine 9. Klasse zurückgestuft, um dort diese Defizite abzuarbeiten. Da ich die 9. Klasse bereits absolviert habe und es einen Leistungsnachweis auf einem Zeugnis gibt, waren sämtliche Noten des Jahres quasi völlig überflüssig.

Ich kam wieder in die 10. Klasse, absolvierte diese und wurde in die 11. Klasse versetzt. das war im Schuljahr 06/07.

Ich bestand jedoch nicht, bin sitzen geblieben und nahm Möglichkeit Numero 2 in Anspruch: Wiederholen.

Logisch. Schließlich wollte ich mein Abitur, koste es was es wolle.

Dieser Jahrgang war sowieso blöd. Meine angestrebten Leistungskurse kamen nicht zu Stande, zumindest nicht Geschichte. Und um zum Kern der Geschichte zu kommen, ich war nicht der einzige der durchgefallen ist.

Nachdem ich die 10. Klasse absolviert hatte, meine ehemalige, vorhergehende Klasse die ich für ein halbes Jahr besucht hatte also jetzt in die Kollegstufe wechselte, wurde die meinige zu einer 11. und wir bekamen einen neuen Schüler, welchen ich bereits von damals kannte. Ich hatte nie irgendwelchen ernsten Probleme mit ihm, noch war er mir irgendwie unsympathisch.

Es stellte sich während des Schuljahres heraus das er durchaus die Leistungen erbringen könnte, wie jeder andere auch, nur kam er zum einen selten (ich bin mir relativ sicher,  er hat zwei drittel es Jahres gefehlt) und zum anderen streuten sich die Gerüchte, er würde wohl entweder die Schule wechseln, bereits abgemeldet sein und schon einen Job suchen.

Nichtsdestotrotz gab es für ihn am Ende des Jahres eine glückliche Nachricht: Er wurde versetzt.

Bis heute zweifle ich daran das es ordnungsgemäße ärztliche Gründe gibt, die eine Versetzung trotz ewiger Abwesenheit, möglich gemacht hätten. Aber er hat ja einen Vater, der war vielleicht Grund genug, ihn in die nächste Jahrgangsstufe zu versetzen… Seinen Vater habe ich nicht kennen gelernt, scheint wohl, von dem was mir gesagt wurde, eine etwas höhere Position zu genießen. Was ihm natürlich so ziemlich das ganze Respekt-Zeugs einbringt…

Eins scheint beinahe sicher: Mit rechten Dingen gehen hier manche Dinge nicht zur Sache.

Das ein gewisses Maß an Scheinheiligkeit vorgetäuscht wird, kenne ich nur aus amerikanischen Familien, jedoch nicht aus deutschen Schulen, in denen wohl nicht nur der weiter kommt, der es sich rechtmäßig verdient hat.

Vorteilsgewährung würde ich das mal nennen, nach deutschem Recht ist es strafbar…

Aber anscheinend ist das an der Tagesordnung.

Teilweise fühle ich mich seit diesem Jahr in der Schule wie in einem schlechten Film. Hinter jeder Ecke lauert ein anderer, der sich schmieren lässt, oder anderes Böswilliges verrichtet…

Wo bin ich hier eigentlich gelandet? In einer Schule, in der mir von Personen beigebracht wird, was Recht und Ordnung ist, wie ich mit Unrecht umgehe, was es heißt journalistisches Handwerkszeug zu benutzen und wie ich meine Meinungsfreiheit gebrauche… und dann fallen einem die selben Personen in den Rücken und meinen es ginge im richtigen Leben dann doch anders zu. Wieso bringen sie uns dann nicht gleich genau DAS bei?

Ich denke hierzu werden noch mehr Artikelfolgen. In Kürze… In späte.. ich weiß es noch nicht, aber es gehen viel zu viele merkwürdige Dinge an unserer Schule von statten, die mich ehrlich gesagt am liebsten zum Kotzen bringen würden…

bis demnächst.

vsan

1 Kommentar

  1. hoellenkuehlschrank said,

    Mkay ô.ô
    Bei mir is mir das jetzt noch nich aufgefallen… da landen die, die 2/3 des Jahres fehlen aufm Bau.

    Krasser Shit

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: